Social Media Marketing – es ist ganz einfach: So finden der Maler, der Tischler und der Touristiker im Netz ihre Kunden

„Tja, wo sind sie denn nun, meine zukünftigen Kunden?“ Diese Frage und die Feststellung „das ist doch alles sehr undurchsichtig“ sind berechtigt. Ich kann das gut nachempfinden. Genau so habe ich Social Media bisher auch empfunden. Aber es gibt relativ einfache Mechanismen, aus der Fülle und den Möglichkeiten, die Sozial Media, also die „Stammtische“ von heute, herauszustechen und so neue Kundenbeziehungen aufzubauen. Letztlich ist es entscheidend, sich als Marke, als Unternehmen des Vertrauens aus der Masse an Angeboten hervorzutun. Genau hier setzen Social Media PR und Social Media Marketing an: Die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern, Vertrauen zu schaffen und Kompetenz zu beweisen. Das gilt für das Autohaus genauso wie für den Hausmeisterservice, den Buchladen, die Tischlerei, den Menüservice, den Maler oder die örtlichen Touristiker. Immer geht es darum, sich als Marke, als kompetenter Partner vorzustellen und anzubieten.

Symbolbild für Stammtisch

Symbolbild für Stammtisch

Aber wo finden der Maler, der Tischler oder der Touristiker denn nun ihre Kunden in den unendlichen Weiten der sozialen Netzwerke? Auch das ist eine Frage, die letztlich nur individuell beantwortet werden kann. Eins ist jedoch ganz entscheidend: Man muss ehrlich zu sich selbst sein und derjenige, der einem als Berater mit Fachwissen zur Seite steht, muss ebenfalls ehrlich sein. Ich persönlich würde keinem Unternehmen, gerade dann, wenn es sich um klein- oder mittelständische Unternehmen handelt, pauschal zu Social Media Marketing raten. Es kann durchaus sein, dass bei der Erstellung einer Konzeption die Antwort steht: Finger weg von Social Media.

Ausgangspunkt für alle Aktivitäten in den sozialen Netzwerken ist die vorherige Analyse. Das Unternehmen, die Philosophie, die Unternehmenssprache, die Örtlichkeiten, die Konkurrenzsituation, der Internetauftritt und viele andere Faktoren werden genauer unter die Lupe genommen – natürlich auch die bisherigen Marketing- und Werbeformate. Pauschal gesagt: Der Kiosk um die Ecke braucht Facebook & Co. nicht. Öffnet der Betreiber morgens die Schotten, laufen alle potenziellen Kunden an selbigen vorbei. Beim Maler, Tischler und vor allem beim Touristiker ist das anders. Der Maler muss genau diejenigen finden, die ihre Wohnung renovieren möchten. Der Tischler muss diejenigen ansprechen, deren Schrank kaputt ist, die eine neue Tür oder eine neue Treppe benötigen. Diese Kunden, auch Zielgruppen genannt, befinden sich in einem Umkreis von 50 bis 70 Kilometern. Das ist beim Touristiker ganz anders. Er will seine Ferienwohnung oder gar einen ganzen Ort vermarkten, seine potenziellen Kunden leben jedoch meist mehrere hundert Kilometer weit weg.

Der Maler oder auch der Tischler erhalten Aufträge, weil sie weiterempfohlen werden. Oder sie machen durch Anzeigen in der örtlichen Zeitung auf sich aufmerksam. Wer mehr Geld investiert, lässt sich Werbeflyer erstellen und drucken und verteilt diese im näheren oder auch weiteren Umfeld. Die Ferienwohnung oder auch eine Tourismusregion wird auch weiterempfohlen. Bei der Print-Werbung wird es schon schwieriger, das richtige Medium zu finden oder die passende Messe zu besuchen und damit einen Gast zu begeistern.

Unternehmen, die in den sozialen Netzwerken aktiv werden möchten, sollten vor dem allerersten Klick genau wissen, wen sie ansprechen wollen – welche potenziellen Kunden sie also erreichen möchten. Bleiben wir beim Beispiel Maler oder Tischler. Sie sprechen Menschen an, die ein konkretes Bedürfnis haben. Ihre potenziellen Kunden möchten etwas in ihrem eigenen Umfeld verändern. Aber auch Menschen, die einen schönen Urlaubsort suchen, haben ein Bedürfnis. All diese Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen erreicht man natürlich durch herkömmliches Marketing und herkömmlicher Werbung, wobei der Streuverlust sehr groß ist. Diese Menschen sind aber auch in den unterschiedlichen Netzwerken, den „Stammtischen“ im Netz, unterwegs. Derjenige, der eine neue Treppe braucht, wird sich sicherlich über Designmöglichkeiten oder Holzarten informieren. Derjenige, der seine Wohnung neu tapezieren lassen möchte, wird sicherlich nach neuesten Farbkombinationen suchen. Und die Familie, die ihre 14-tägige Sommerauszeit plant, sucht beispielsweise den Abenteuerurlaub. Und schon hat der Unternehmer seine Zielgruppe. Hinter den Bedürfnissen verbergen sich die unterschiedlichen „Stammtische“, an denen die potenziellen Kunden Platz nehmen. Eine gute Social Media Marketing Agentur kann helfen, diese „Stammtische“ zu finden.

Kommt ein Unternehmen zu der Entscheidung, in den sozialen Netzwerken aktiv zu werden, sollte von Anfang eine Marke aufgebaut werden. Man muss sich als Experte unter den anderen Anbietern etablieren. Dies ist nicht schwierig. In einem Blog beispielsweise kann der Malermeister regelmäßig über Farbtrends oder die neuesten Tapetendesigns berichten, der Tischler könnte nachhaltige Holzarten oder ansprechende Treppenformen erläutern und der Touristiker kann die vielen Angebote der Entspannung oder der Unterhaltung in seiner Umgebung beschreiben. Auf diese Weise wird das Unternehmen zum Experten im Netz und schafft so viele neue, wichtige Beziehungen. Schaffen Sie darüber hinaus Ihren Fans oder interessierten Lesern die Chance, zu diskutieren, sich auszutauschen, sich Tipps zu geben. Im Netz gilt: Tue Gutes und lass andere darüber sprechen.

Fazit:
Social Media Marketing ist nicht das ultimative Marketingmittel. Es generiert auch nicht sofort zusätzliche Umsätze. Wie so oft braucht alles seine Zeit. Wer jedoch Kontinuität, Verlässlichkeit, Offenheit, Ehrlichkeit und Expertenwissen beweist, erschließt sich durch Social Media Marketing neue, zusätzliche und messbare Kundenbeziehungen, die durch herkömmliche Marketing- und Werbemaßnahmen allein schon wegen der Streuverluste und der immensen Kosten nicht zu erreichen wären.

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