Transparenzbericht: Google hat mehr als 200.000 Links gelöscht

Google Transparenzbericht: Übersicht über die gelöschten URLs in Deutschland

Google Transparenzbericht: Übersicht über die gelöschten URLs in Deutschland

„Wir kümmern uns sehr ernsthaft um die Informationen, die Sie auf Google finden. Wir streben eine einheitliche Vorgehensweise an, bei denen der Benutzer im Mittelpunkt steht.“ So steht es in den Richtlinien von Google. Und weiter heißt es dort: „Unser Ziel ist es, die Informationen der Welt zu organisieren. Doch im Web sind auch sensible Daten sowie Inhalte zu finden, die nicht für alle Nutzer geeignet sind.“ Konkret heißt das, dass jeder die von Google gespeicherten persönlichen Daten löschen lassen kann. Der Europäische Gerichtshof hat dem Suchmaschinenbetreiber sogar auferlegt, Einzelpersonen Gehör zu schenken, die Suchergebnisse zu ihren Namen aus dem Netz entfernen lassen möchten.

In seinem sogenannten Transparenzbericht hat Google jetzt einen Überblick über die bisher bearbeiteten Anträge zum Löschen von URLs gegeben. Ich habe mir diesen Transparenzbericht von Google einmal näher angeschaut. Seit Mai 2014 hat das Unternehmen 146.357 solcher Anfragen aus dem Raum Europa erhalten und deshalb 498.737 URLs überprüft. Dabei wurden europaweit 41,8 Prozent der beanstandeten Links entfernt. In Deutschland sind 25.206 Anfragen mit  88.973 URLs bearbeitet – und 53 Prozent der Links gelöscht worden. Im europäischen Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. In Frankreich wurden mit 51,5 Prozent mehr als die Hälfte der Löschanfragen positiv beschieden, in Italien waren es 24,2 Prozent, in Großbritannien 35,4 Prozent, in Spanien 34,1 Prozent. Im Transparenzbericht

gibt Google darüber hinaus eine Übersicht über die Domains, für die die meisten URLs gelöscht wurden. An erster Stelle steht dabei Facebook mit 3353 entfernten Verweisen, gefolgt von profileengine.com mit 3298 entfernten URLs und das Videoportal Youtube (von Google betrieben) mit 2397 URLs. Google analysiert nach eigenen Angaben jede Anfrage einzeln und meldet sich eventuell bei den Betroffenen, wenn weitere Informationen nötig sind. Bei der Analyse werde geprüft, ob die Ergebnisse veraltete oder unzutreffende Informationen zur betreffenden Person enthalten würden“, so Google im Transparenzbericht. Außerdem werde geprüft, ob ein öffentliches Interesse daran bestehe, dass die Informationen in den Google-Suchergebnissen verfügbar bleiben würden.

Social Media: 9 wichtige Tipps für den richtigen Blogbeitrag

Ein Blog anzulegen, ist das eine. Aber ein Blog zu pflegen, etwas völlig anderes. In einem Blogbeitrag von Karrierebibel-Gründer Jochen Mai habe ich vor kurzem folgendes gelesen: „Bloggen kann jeder, nur lesen mag’s keiner“. Wie wahr. Viele Blogger beginnen voller Elan. Doch wenn es dann um regelmäßigen und vor allem richtigen Inhalt geht, schwindet jeder gute Vorsatz. Dabei ist genau die Regelmäßigkeit in einem Blog äußerst wichtig, damit interessierte Leser dran bleiben. Mal ganz von der Frage abgesehen, was denn publiziert werden soll. Darauf werde ich an anderer Stelle noch eingehen. Entscheidend in Zeiten von Social Media ist für einen guten Blogbeitrag aber auch der Aufbau. Das macht den Beitrag nicht nur für Menschen gut lesbar. Es sorgt auch dafür, dass die Suchmaschinen auf den Blog aufmerksam werden.

Grafik 9 Tipps für den richtigen Blogbeitrag

Grafik 9 Tipps für den richtigen Blogbeitrag

Darum möchte ich einmal die 9 wichtigsten Tipps für den richtigen Blogbeitrag zusammenfassen

Tipp 1: Die Headline oder Überschrift
Sie sollte ansprechend und interessant sein und natürlich neugierig machen. Wichtig für die Suchmaschinen ist darüber hinaus, dass die Headline die Keywords enthält, über die Ihre Zielgruppe Ihren Beitrag finden soll. Hier einige Beispiele für gute Überschriften: a) Die 5 größten Fehler bei (…) b) Ein Ratgeber für Insider über (…) c) Tipps und Tricks für (…) d) Was Experten über (…) niemals verraten würden e) Was Kunden über (…) sagen f) 10 Gründe für den Einsatz von (…)50 bis 55 g) Was Sie schon immer über (…) wissen wollten Über die Länge der Headline oder auch Überschrift streiten sich die Gelehrten. Eine gute Faustformel sind 50 bis 55 Zeichen. Meine Überschrift hat beispielsweise 52 Zeichen.

Tipp 2: Der erste Absatz
Er sollte sich vom eigentlichen Blogbeitrag optisch absetzen. Am einfachsten ist es, ihn zu fetten. Dabei sollte bedacht werden, dass der erste Absatz wiederum die wichtigsten Keywords enthalten sollte.

Tipp 3: Der Text
Der Text sollte klar strukturiert werden. Am einfachsten arbeitet der Blogger mit Absätzen, verwendet kurze Sätze und setzt Zwischenüberschriften ein. Wichtig ist eine verständliche Sprache, verschachtelte Sätze sollten vermieden werden, ebenso wie Floskeln oder nichts sagende Redewendungen. Auch wenn es ein leidiges Thema ist: Auf die richtige Schreibweise achten und Rechtschreibfehler vermeiden. Für die Suchmaschinen ist die Textlänge (Stand 01.10.2014) nicht wirklich entscheidend, wohl aber für den Leser. Um die Aufmerksamkeit vom ersten bis zum letzten Wort zu haben, sollten nicht mehr als 1500 Wörter verwendet werden.

Tipp 4: Wissen und Erkenntnisse
Wichtig ist, dem Leser mitzuteilen, woher das Fachwissen kommt. Namen von populären Experten sollten genannt und im besten Fall sogar verlinkt werden. Am besten ist es, wenn auch Ihr Name in anderen Beiträgen genannt wird. So werden sie langsam zum Experten.

Tipp 5: Das Bild zum Beitrag
Ein Bild spricht den Leser an, vor allem dann, wenn es das Thema gut auf den Punkt bringt. Gut sind auch erklärende Grafiken. Wichtig ist die Platzierung: Am besten links oben. Auch das Bild sollte mit den wichtigsten Keyword hinterlegt werden. Denken Sie an die Bildbeschreibung. Sie hilft den Suchmaschinen, das Bild zu „erkennen“. Eine Bildunterschrift gibt dem Leser zusätzliche Informationen.

Tipp 6: Die Tipps
Hilfreich für die Übersichtlichkeit sind die Tipps in aufzählender Form. Hier können die wichtigsten Aussagen zusammengefasst werden. Am besten werden die Tipps mittig im Text angeordnet. Hier kann beispielsweise auch der Link zu einem erklärenden Video eingefügt werden.

Tipp 7: Links einfügen
Um Begriffe im Blogbeitrag näher zu erklären, sind Links sehr hilfreich. Sie sind aber auch für die Suchmaschinen sehr wichtig. Mit Links kann man darüber hinaus auf Texte verweisen, auf die sich der Blogbeitrag bezieht, auf Blogbeiträge von Experten hinweisen oder weiterführende Informationen einbetten.

Tipp 8: Die Teilen-Icons
Machen Sie das Teilen Ihres Blogbeitrages für die verschiedenen Social Media Kanäle so einfach wie möglich. Unterhalb des Blogbeitrages sollten daher direkt die Teilenbuttons aufgelistet sein. Am besten verwendet man die Sozialen Netzwerke, in denen man selbst unterwegs ist.

Tipp 9: Die Kommentare
Lassen Sie Ihre Leser den Blogbeitrag kommentieren. Hierfür bieten die unterschiedlichen Content Management Systeme (CMS) verschiedene Möglichkeiten. Vergessen Sie aber nicht, Ihre Blogbeiträge und die Kommentare im Blick zu behalten. Meistens bieten die CMS-Systeme einen Moderationsmodus an.

Die bereits oben genannte Frage, was in einem Blogbeitrag veröffentlicht werden sollte, also für welche Themen sich ein Blog eignet, gehe ich in meinem nächsten Beitrag ein.

Social Media Marketing – es ist ganz einfach: So finden der Maler, der Tischler und der Touristiker im Netz ihre Kunden

„Tja, wo sind sie denn nun, meine zukünftigen Kunden?“ Diese Frage und die Feststellung „das ist doch alles sehr undurchsichtig“ sind berechtigt. Ich kann das gut nachempfinden. Genau so habe ich Social Media bisher auch empfunden. Aber es gibt relativ einfache Mechanismen, aus der Fülle und den Möglichkeiten, die Sozial Media, also die „Stammtische“ von heute, herauszustechen und so neue Kundenbeziehungen aufzubauen. Letztlich ist es entscheidend, sich als Marke, als Unternehmen des Vertrauens aus der Masse an Angeboten hervorzutun. Genau hier setzen Social Media PR und Social Media Marketing an: Die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern, Vertrauen zu schaffen und Kompetenz zu beweisen. Das gilt für das Autohaus genauso wie für den Hausmeisterservice, den Buchladen, die Tischlerei, den Menüservice, den Maler oder die örtlichen Touristiker. Immer geht es darum, sich als Marke, als kompetenter Partner vorzustellen und anzubieten.

Symbolbild für Stammtisch

Symbolbild für Stammtisch

Aber wo finden der Maler, der Tischler oder der Touristiker denn nun ihre Kunden in den unendlichen Weiten der sozialen Netzwerke? Auch das ist eine Frage, die letztlich nur individuell beantwortet werden kann. Eins ist jedoch ganz entscheidend: Man muss ehrlich zu sich selbst sein und derjenige, der einem als Berater mit Fachwissen zur Seite steht, muss ebenfalls ehrlich sein. Ich persönlich würde keinem Unternehmen, gerade dann, wenn es sich um klein- oder mittelständische Unternehmen handelt, pauschal zu Social Media Marketing raten. Es kann durchaus sein, dass bei der Erstellung einer Konzeption die Antwort steht: Finger weg von Social Media.

Ausgangspunkt für alle Aktivitäten in den sozialen Netzwerken ist die vorherige Analyse. Das Unternehmen, die Philosophie, die Unternehmenssprache, die Örtlichkeiten, die Konkurrenzsituation, der Internetauftritt und viele andere Faktoren werden genauer unter die Lupe genommen – natürlich auch die bisherigen Marketing- und Werbeformate. Pauschal gesagt: Der Kiosk um die Ecke braucht Facebook & Co. nicht. Öffnet der Betreiber morgens die Schotten, laufen alle potenziellen Kunden an selbigen vorbei. Beim Maler, Tischler und vor allem beim Touristiker ist das anders. Der Maler muss genau diejenigen finden, die ihre Wohnung renovieren möchten. Der Tischler muss diejenigen ansprechen, deren Schrank kaputt ist, die eine neue Tür oder eine neue Treppe benötigen. Diese Kunden, auch Zielgruppen genannt, befinden sich in einem Umkreis von 50 bis 70 Kilometern. Das ist beim Touristiker ganz anders. Er will seine Ferienwohnung oder gar einen ganzen Ort vermarkten, seine potenziellen Kunden leben jedoch meist mehrere hundert Kilometer weit weg.

Der Maler oder auch der Tischler erhalten Aufträge, weil sie weiterempfohlen werden. Oder sie machen durch Anzeigen in der örtlichen Zeitung auf sich aufmerksam. Wer mehr Geld investiert, lässt sich Werbeflyer erstellen und drucken und verteilt diese im näheren oder auch weiteren Umfeld. Die Ferienwohnung oder auch eine Tourismusregion wird auch weiterempfohlen. Bei der Print-Werbung wird es schon schwieriger, das richtige Medium zu finden oder die passende Messe zu besuchen und damit einen Gast zu begeistern.

Unternehmen, die in den sozialen Netzwerken aktiv werden möchten, sollten vor dem allerersten Klick genau wissen, wen sie ansprechen wollen – welche potenziellen Kunden sie also erreichen möchten. Bleiben wir beim Beispiel Maler oder Tischler. Sie sprechen Menschen an, die ein konkretes Bedürfnis haben. Ihre potenziellen Kunden möchten etwas in ihrem eigenen Umfeld verändern. Aber auch Menschen, die einen schönen Urlaubsort suchen, haben ein Bedürfnis. All diese Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen erreicht man natürlich durch herkömmliches Marketing und herkömmlicher Werbung, wobei der Streuverlust sehr groß ist. Diese Menschen sind aber auch in den unterschiedlichen Netzwerken, den „Stammtischen“ im Netz, unterwegs. Derjenige, der eine neue Treppe braucht, wird sich sicherlich über Designmöglichkeiten oder Holzarten informieren. Derjenige, der seine Wohnung neu tapezieren lassen möchte, wird sicherlich nach neuesten Farbkombinationen suchen. Und die Familie, die ihre 14-tägige Sommerauszeit plant, sucht beispielsweise den Abenteuerurlaub. Und schon hat der Unternehmer seine Zielgruppe. Hinter den Bedürfnissen verbergen sich die unterschiedlichen „Stammtische“, an denen die potenziellen Kunden Platz nehmen. Eine gute Social Media Marketing Agentur kann helfen, diese „Stammtische“ zu finden.

Kommt ein Unternehmen zu der Entscheidung, in den sozialen Netzwerken aktiv zu werden, sollte von Anfang eine Marke aufgebaut werden. Man muss sich als Experte unter den anderen Anbietern etablieren. Dies ist nicht schwierig. In einem Blog beispielsweise kann der Malermeister regelmäßig über Farbtrends oder die neuesten Tapetendesigns berichten, der Tischler könnte nachhaltige Holzarten oder ansprechende Treppenformen erläutern und der Touristiker kann die vielen Angebote der Entspannung oder der Unterhaltung in seiner Umgebung beschreiben. Auf diese Weise wird das Unternehmen zum Experten im Netz und schafft so viele neue, wichtige Beziehungen. Schaffen Sie darüber hinaus Ihren Fans oder interessierten Lesern die Chance, zu diskutieren, sich auszutauschen, sich Tipps zu geben. Im Netz gilt: Tue Gutes und lass andere darüber sprechen.

Fazit:
Social Media Marketing ist nicht das ultimative Marketingmittel. Es generiert auch nicht sofort zusätzliche Umsätze. Wie so oft braucht alles seine Zeit. Wer jedoch Kontinuität, Verlässlichkeit, Offenheit, Ehrlichkeit und Expertenwissen beweist, erschließt sich durch Social Media Marketing neue, zusätzliche und messbare Kundenbeziehungen, die durch herkömmliche Marketing- und Werbemaßnahmen allein schon wegen der Streuverluste und der immensen Kosten nicht zu erreichen wären.

Braucht ein Unternehmen wirklich SocialMedia?

Bist du auch auf Facebook? Twitterst du schon oder hast du ein Google+-Konto? Wer kennt diese Fragen nicht? Und immer wieder taucht in dem Zusammenhang ein Begriff auf: Social Media. Gerade klein- und mittelständische Unternehmen stehen sicherlich oft vor der Frage, was sich dahinter verbirgt. Vor allem aber kann ich mir eine Frage noch viel besser vorstellen: „Brauche ich für mein Unternehmen Social Media wirklich?“

Nun, fangen wir einmal bei einer Grundsätzlichkeit an. Was ist denn Social Media überhaupt? Ich setze mich nun seit geraumer Zeit mit dem Thema auseinander. Und es gibt viele, kluge Erläuterungen. Leider musste ich feststellen, dass all diese Erklärungen von Menschen geschrieben wurden, die schon viel zu tief im Thema drin sind. Jeder Versuch der Erläuterung wirft beim unbedarften Leser neue Fragen auf. Ganz ehrlich: Bei mir war es anfangs auch so.

Schild Stammtisch

Schild Stammtisch

Ich habe vor kurzem eine wunderbare Erklärung für Social Media, für die „sozialen Netzwerke“, gefunden, die es kaum besser erklären kann. Ich kenne es aus meinen Kinderzeiten noch. Erinnern Sie sich an die Stammtische, die es „damals“ zuhauf gab, die heute allerdings kaum noch gepflegt werden? Social Media ist wie ein Stammtisch. Menschen sitzen beieinander und tauschen sich aus. Der neueste Klatsch im Dorf, der Kommentar in der Lokalzeitung, der Ratsbeschluss, das aktuelle Ergebnis des örtlichen Fußballvereins – all das wird am Stammtisch thematisiert. Und natürlich auch kommentiert und diskutiert. Jeder vertritt hier seine Meinung und tut diese auch kund. Es wird noch interessanter: Wenn sich beispielsweise jemand im Nachbarort beim dortigen Händler ein neues Auto gekauft hat, wird er natürlich am Stammtisch stolz davon erzählen und sofort gefragt, wie zufrieden er denn ist. Ein anderer hat gerade einen neuen Roman gelesen und gibt seinen Stammtischkollegen den Tipp, sich im Buchladen um die Ecke ebenfalls den Schmöker zu kaufen, weil er so spannend ist. Und der nächste kommt gerade aus dem Kino und rät seinen Stammtischkollegen dringend davon, für solch einen „Schrott“ auch nur einen Euro auszugeben.

Schon sind wir mitten drin im Social Media. Nur dass hier die Stammtischkollegen nicht um einen Tisch herum sitzen, sondern sich auf „Plattformen“ treffen. Facebook, Twitter, google+, Xing, LinkedIn, YouTube und all die anderen, das sind die Stammtische von heute. Menschen tauschen sich aus: Nachrichten, Privates, Erfahrungen, Kritik, Meinungen. Der einzige Unterschied zum Stammtisch ist nur, dass man hier nicht bis zum nächsten Freitag warten muss, wenn sich die Kollegen wieder treffen, um sich auszutauschen. Social Media sind viele permanente Stammtische. Jeder kann frei wählen, an welchen Tisch er sich gerade setzt, genauer gesagt, auf welcher Plattform er sich bewegen möchte. Dabei ist man jederzeit an jedem Tisch herzlich willkommen.

Kehren wir nun zurück zur ursprünglichen Frage: Braucht ein Unternehmen wirklich Social Media? Diese Frage kann man nicht eindeutig mit ja oder nein beantworten. Sicherlich gibt es Firmen, die auf Social Media und die Möglichkeiten, die sich aus den richtigen „Stammtischen“ ergeben, verzichten können und auch möchten. Ich habe gerade Besuch von einem Unternehmer gehabt, der sechs Mitarbeiter beschäftigt und einen Hausmeisterservice betreibt. Er klagte darüber, dass er so viel zu tun hätte, dass er bis Ende des Jahres ausgebucht sei. Dieser Unternehmer braucht Social Media nicht. Oder doch? Was denken die Unternehmer unter Ihnen, die Stammtischkollegen? Sicherlich kann er im Moment auf Social Media verzichten. Er hat ja volle Auftragsbücher. Aber bleiben sie auch voll, auch noch im nächsten und übernächsten Jahr? Auch noch dann, wenn er in ein paar Jahren die Firma an seinen Sohn übergeben will?

Nun, ob jemand Social Media wirklich für sein Unternehmen nutzen möchte, bleibt jedem selber überlassen. Wer sich jedoch langfristig einen Namen aufbauen möchte, wer Kompetenz zeigen will, wer eine „Marke“ sein will, der kann die Möglichkeiten, die ihm die „Stammtische“ bieten, sehr gut nutzen – zusätzlich zu anderen Marketingmaßnahmen. Social Media Branding  wird das genannt. Wer langfristig am Markt bestehen wollte, musste schon zu Stammtischzeiten eine Marke entwickelt und Vertrauen aufgebaut haben. Das ist heute noch wichtiger denn je. Denn während man „früher“ vielleicht zwei oder drei Autohäuser in der näheren Umgebung hatte, wo der neue Wagen gekauft wurde, sind es heute tausende. Bei der Fülle und den Möglichkeiten, die die „Stammtische“ von heute bieten, ist es oftmals entscheidend, als Marke, als Unternehmen des Vertrauens aufzufallen. Genau hier setzen Social Media PR und Social Media Marketing an: Die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern, Vertrauen zu schaffen und Kompetenz zu beweisen. Das gilt für das Autohaus genauso wie für den Hausmeisterservice, den Buchladen, die Tischlerei, den Menüservice, den Maler oder die örtlichen Touristiker. Immer geht es darum, sich als Marke, als kompetenter Partner vorzustellen.